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Pflege | 18.12.2013

Suprapubischer Katheter: Geänderte Richtlinie tritt in Kraft

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat eindeutig klargestellt, wann ein Verbandswechsel bei suprapubischem Katheter im Rahmen der häuslichen Krankenpflege verordnungsfähig ist. Eine entsprechende Änderung der Richtlinien trat nun in Kraft.


Foto: Gemeinsamer Bundesausschuss

Sie verdeutlicht, wann die Versorgung eines suprapubischen Katheter verordnet werden kann. Die Richtlinie über die Verordnung von häuslicher Krankenpflege wurde an Nummer 22 des Leistungsverzeichnisses um zwei Spiegelstriche in der Leistungsbeschreibung ergänzt: Danach ist der Verbandswechsel bis zu 14 Tage nach Neuanlage eines Katheters verordnungsfähig. Auch bei Entzündungen mit Läsionen der Haut an der Austrittsstelle des Katheters darf häusliche Krankenpflege verordnet werden.
Diese Änderung der Richtlinien für häusliche Krankenpflege trat nach Beschluss der Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) am vergangenen Freitag mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Ergänzend werden in der Spalte „Bemerkungen“ Ausnahmen geregelt. Diese gelten bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen, die beispielsweise zu psychomotorischer Unruhe führen. Bei ihnen kann der Arzt die Abdeckung der Eintrittsstelle verordnen, um zu verhindern, dass der Patient sich verletzt oder den Katheter beschädigt. Auch bei einem erhöhten Infektionsrisiko ist die Leistung verordnungsfähig.

Weitere Informationen lesen LfK-Mitglieder in der Januar-Ausgabe der LfK-Mitgliederzeitschrift AmPuls.