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Ambulant betreute Pflegebedürftige meist in besserem Zustand als Heimbewohner

Der Gesundheitszustand von Pflegebedürftigen, die zu Hause betreut werden, ist häufig besser als der von stationär betreuten Pflegebedürftigen. Das ergibt eine Auswertung von Klinikdaten, die die Betriebskrankenkassen in NRW durchgeführt haben.


Demnach werden bei der Krankenhauseinweisung von Heimbewohnern deutlich häufiger gesundheitliche Defizite wie Dehydratation, Dekubitus oder Folgen von Stürzen festgestellt als bei ambulant versorgten Pflegebedürftigen.

Rund 30 Prozent der Patienten aus der stationären Pflege waren den Daten des BKK Landesverbands Nordwest zufolge bei der Einweisung in eine Klinik dehydriert. Bei den ambulant Gepflegten betrug der Anteil etwas mehr als 20 Prozent. Alte oder unbehandelte Sturzverletzungen wurden bei 16 Prozent der Heimbewohner und zwölf Prozent der häuslichen Patienten festgestellt. Auch Dekubiti kamen bei Pflegebedürftigen aus der stationären Pflege um ein Drittel häufiger vor als bei zu Hause Versorgten.

Grundlage der Studie waren nach Auskunft des BKK Landesverbands die Daten von rund 26.000 Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5. Stationär in ein Krankenhaus eingewiesen wurde im Jahr 2017 die Hälfte von ihnen mindestens einmal.