normal big

Aktuelles |

Apotheker-Verband: Höhere Zuzahlungen für Arzneimittel möglich

Weil die Krankenkassen bestimmte Festbeträge für Erstattungen absenken, müssen gesetzlich Krankenversicherte seit Anfang April in vielen Fällen mit neuen Zuzahlungen rechnen. Darauf weist der Deutscher Apothekerverband (DAV) hin.


Die gesetzlichen Krankenkassen haben nach Angaben des Apothekerverbands DAV die Höchsterstattungssätze für 18 Medikamentengruppen herabgesetzt. Bis zu dieser Grenze werden die Medikamente von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Wenn die Arzneimittel-Hersteller nicht ebenfalls die Preise absenken, müssen die Patienten Zuzahlungen leisten. Von der Reduzierung der Festbeträge erhoffen sich die Krankenkassen jährliche Einsparungen in Höhe von 105 Millionen Euro.

Bei vielen rezeptpflichtigen Arzneimitteln, die bisher ohne Zuzahlung verkauft wurden, können infolge dieser Entwicklung fünf bis zehn Euro pro Medikament fällig werden, so der Apothekerverband. Das Geld werde von den Apotheken für die Krankenkassen eingezogen. Die Änderung betrifft beispielsweise einige starke Schmerzmittel, Entzündungshemmer, Blutverdünner und Rheumamittel.