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Pflegekommission einigt sich auf höheren Pflegemindestlohn ab 2018

Die Mindestlöhne für Beschäftigte in der Pflege steigen zum 1. Januar 2018. Darauf haben sich die Mitglieder der Pflegekommission geeinigt, die nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz auf Bundesebene eine Empfehlung über die Höhe der Lohnuntergrenze in der Pflegebranche ausspricht.


Ab dem 1. Januar 2018 soll der Pflegemindestlohn in Nordrhein-Westfalen von derzeit 10,20 Euro auf 10,55 Euro pro Stunde steigen. Diese Untergrenze gilt auch für alle anderen westdeutschen Bundesländer. Die Höhe des Pflegemindestlohns im Osten liegt ab 2018 bei 10,05 Euro pro Stunde. Wie das Bundesarbeitsministerium (BMAS) in Berlin mitteilte, hat sich die Pflegekommission einstimmig auf diese Empfehlung verständigt. Der Pflegemindestlohn gilt für alle in der Pflege Beschäftigten, zum Beispiel für Pflege- und Betreuungskräfte.

Die Pflegekommission hat auch weitere Änderungen beschlossen: Bis 2020 soll der Mindestlohn in der Pflege demnach in zwei Schritten auf 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten angehoben werden. Nach Angaben des BMAS gelten die neuen Lohnuntergrenzen für rund 900.000 Arbeitnehmer, die in der Pflegebranche tätig sind. Das Bundesarbeitsministerium wird nun auf der Grundlage der Kommissionsempfehlung eine Verordnung zum neuen Pflegemindestlohn erlassen.