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Bundesregierung bekennt sich zu privaten Pflegeanbietern

Die Bundesregierung sieht in privaten Pflegeanbietern eine wichtige Stütze im deutschen Pflegesystem. Die Angebotsvielfalt aus privaten, frei-gemeinnützigen und kommunalen Trägern in der Pflege liege im Interesse der Pflegebedürftigen.


Unternehmerische Vielfalt und Wettbewerb in diesem Bereich seien weiterhin wünschenswert, teilte die Bundesregierung nun in ihrer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag mit. Gemäß § 11 Absatz 2 SGB XI sei diese Vielfalt der Träger von Pflegeeinrichtungen zu wahren und deren Selbständigkeit, Selbstverständnis und Unabhängigkeit zu achten.

Pflegebedürftige sollten nach Ansicht der Bundesregierung frei zwischen Pflegeanbietern mit unterschiedlichen Profilen, Schwerpunkten und Angeboten wählen können. Der Wettbewerb solle insgesamt zu einem besseren Angebot führen. Private Anbieter seien dabei nicht nur für einen funktionierenden Wettbewerb von Bedeutung, sondern leisteten vor allem im stationären Bereich auch einen entscheidenden Beitrag zu den nötigen Investitionen.

Um die Bedeutung der privaten Pflegeeinrichtungen zu unterstreichen, liefert die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die FDP-Anfrage die aktuellen Zahlen von Ende 2017: Von den 14.050 ambulanten Pflegediensten in Deutschland wurden zu diesem Zeitpunkt knapp zwei Drittel privat geführt, sie betreuten rund 428.000 Pflegebedürftige in ihrer eigenen Häuslichkeit – ein Anteil von 52 Prozent der professionell ambulant gepflegten Menschen in Deutschland. Fast eine halbe Million von insgesamt 1.155.000 Beschäftigten in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen waren Ende 2017 bei privaten Anbietern beschäftigt.