normal big

Aktuelles | 11.09.2017

DAK: 19 Prozent höhere Ausgaben für Pflege

Die Reform der Pflegeversicherung hat bei der DAK-Gesundheit im ersten Halbjahr 2017 zu Mehrausgaben von rund 19 Prozent geführt. Mehr als die Hälfte der Ausgaben entfiel dabei auf die ambulante Pflege.


Ausgaben im Vergleich. Quelle: DAK-Gesundheit

Von Januar bis Juni 2017 gab die Kasse für die ambulante Pflege 935 Millionen Euro aus, 152 Millionen mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 16,25 Prozent.

Die Ausgaben für die stationäre Pflege lagen bei 721 Millionen Euro und damit bei 111 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der prozentuale Anstieg betrug hier 15,39 Prozent.

Insgesamt gab die DAK-Pflegekasse für Leistungen an ihre Versicherten im ersten Halbjahr 2017 rund 1,7 Milliarden Euro aus, im gleichen Zeitraum 2016 waren es noch rund 1,4 Milliarden.

Grund für den starken Anstieg ist die Leistungsausweitung nach Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) zum Jahresanfang. Seitdem werden Menschen mit psychischen und geistigen Beeinträchtigungen bei der Begutachtung auf Pflegebedürftigkeit stärker berücksichtigt als zuvor. Auch für bereits anerkannte Pflegebedürftige verbesserten sich die Leistungen.

Die DAK-Gesundheit rechnet auch für das zweite Halbjahr 2017 noch mit steigenden Ausgaben. Insgesamt werde der Anstieg rund 23 Prozent betragen, hieß es von Seiten der Kasse.