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Erstmals WHO-Empfehlungen zur Demenz-Prävention

Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Demenzkranken laut der Weltgesundheitsorganisation WHO möglicherweise verdreifachen. Nun veröffentlichte die Organisation erstmals evidenzbasierte Maßnahmen, mit denen sich einer Demenzerkrankung vorbeugen lässt.


In ihrer neuen Leitlinie (englisch) zählt die WHO 20 Empfehlungen auf, eingeteilt in „stark“ und „eingeschränkt“. Die „starken“ Empfehlungen sind für alle alternden Menschen sinnvoll. Zu ihnen zählen beispielsweise regelmäßige körperliche Aktivität und die Aufgabe des Rauchens, aber auch medizinische Maßnahmen wie regelmäßige Blutdruckkontrolle und ein professionelles Diabetesmanagement.

Gleichzeitig spricht sich die Leitlinie deutlich gegen die Einnahme von Zusatzpräparaten wie Vitamintabletten (B, E) aus. Eine vorwiegend mediterrane Ernährung, die diese Vitamine auf natürlichem Weg liefert, wird dagegen eingeschränkt empfohlen, ebenso wie die Reduktion von Alkohol, kognitives Training und Gewichtskontrolle bzw. -abnahme.

Die Präventiv-Leitlinie ist das Ergebnis eines Aktionsplans, den die WHO vor zwei Jahren aufgestellt hat, um Maßnahmen gegen die weltweit drohende Demenz-Epidemie in die Wege zu leiten.