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Evaluation der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation: Abschlussbericht veröffentlicht

Zwei Jahre nach der Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation wurden die Implementierung des Strukturmodells und die Zielerreichung der neuen Pflegedokumentation einer wissenschaftlichen Evaluation unterzogen. Der vollständige Abschlussbericht liegt nun vor.


In dem Forschungsprojekt „Evaluation der Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation“ (EvaSIS) wurden Qualität und Effizienz des neuen Strukturmodells in der Pflege wissenschaftlich bewertet. Der Spitzenverband der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen hatte dazu das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe beauftragt.

Ziel des Forschungsprojektes war es, Erkenntnisse aus der Umstellung auf die neue Pflegedokumentation zu gewinnen, die seit Anfang 2015 flächendeckend in Deutschland eingesetzt wird. Im Zentrum der Evaluation steht die Überprüfung der Effizienz und der Qualität der neuen Pflegedokumentation im Zusammenhang mit dem damit verbundenen Aufwand und den Wirkungen auf die interne Qualitätssicherung sowie die externe Qualitätsprüfung unter Berücksichtigung von fachlicher Kompetenz und beruflicher Erfahrung der Pflegenden.

Die Datenerhebung im Rahmen der Qualitätsprüfung griff auf vielfältige Untersuchungs-methoden zurück: So wurden standardisierte Befragungen mit involvierten Akteuren, Interviews mit Pflegekräften und Prüfungsinstanzen wie dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) und Heimaufsichten sowie mit Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen geführt. Darüber hinaus kamen auch Dokumentenanalysen von Pflegeakten zum Einsatz. Die Untersuchung bezog dabei alle Einrichtungen mit ein, die seit mindestens drei Monaten mit der neuen Pflegedokumentation arbeiten.