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Fachkräftemangel und Einwanderungsgesetz: Pflegefachkräfte im Fokus

Die Bundesregierung will anhand verschiedener Maßnahmen Pflegefachkräfte aus Nicht-EU-Staaten gezielt anwerben. Das jetzt veröffentlichte Eckpunktepapier der Bundesregierung zum geplanten Einwanderungsgesetz enthält mehrere Vorhaben wie Berufsbildungsprogramme im Ausland, die zur Fachkräftegewinnung eingesetzt werden sollen.


Pflegefachkräfte sowie weitere Fachkräfte mit Berufsausbildung stehen im Fokus der Strategie zur Fachkräftegewinnung, die mit dem Eckpunktepapier zum Einwanderungsgesetz beschlossen wurde. Demnach sollen Fachkräfte mit einem Abschluss in einer qualifizierten Ausbildung und ausreichenden Deutschkenntnissen für sechs Monate nach Deutschland einreisen dürfen, um eine zur Qualifikation passende Arbeitsstelle finden zu können. Zudem will die Koalition in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sowie speziell mit der Gesundheits- und Pflegebranche eine gezielte Werbestrategie erarbeiten. Ziel der Strategie soll es sein, in ausgewählten Zielländern Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Berufsbildungsprogramme und Sprachkurse im Ausland

Geplant ist außerdem die Schaffung von Berufsbildungsprogrammen mit integrierter Sprachausbildung im Pflegebereich. Die Ausbildung nach diesen Programmen soll im Ausland stattfinden und durch die Branche selbst finanziert werden, heißt es im Eckpunktepapier der Bundesregierung.

Eine schnellere Anerkennung von Berufsabschlüssen soll ebenfalls dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die Bundesregierung plant die Errichtung einer Clearingstelle, die ausländische Fachkräfte durch das Anerkennungsverfahren begleitet und dieses unterstützt. Der bereits existierende Zuschuss zur Förderung der Anerkennungskosten soll ausgeweitet werden. Auch das offizielle Online-Informationsportal www.make-it-in-germany.com zur Arbeitssuche in Deutschland soll ausgebaut werden, um gezielt qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen.