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Gesetz geplant: Spahn will MDK neu aufstellen

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) soll nach Wunsch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch stärker von den Krankenkassen getrennt organisiert werden. Spahn brachte vergangene Woche einen entsprechenden Entwurf für ein „MDK-Reformgesetz“ ein.


Die Medizinischen Dienste sollen künftig als eigenständige Körperschaft des öffentlichen Rechts agieren, heißt es vom Bundesgesundheitsministerium zum Gesetzentwurf statt wie bislang Arbeitsgemeinschaften der Krankenkassen zu sein.

Auch der MDK-Spitzenverband soll unabhängig vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung werden. In die entsprechenden Verwaltungsräte sollen auch Vertreter von Patienten, Pflegebedürftigen, Verbrauchern, Ärzteschaft und Pflegeberufen aufgenommen werden.

„Der Medizinische Dienst braucht die organisatorische Unabhängigkeit von den Krankenkassen, um glaubwürdig und handlungsfähig zu bleiben“, begründete Spahn seinen Vorstoß. Die Patienten hätten ein Recht auf transparente und effektive Prüfstrukturen und müssten sich darauf verlassen können, dass der MDK neutral agiere.

Inhaltlich betrifft der Gesetzentwurf vor allem die Arbeit des MDK in Bezug auf Krankenhäuser. So soll der MDK Krankenhäuser seltener, dafür aber gezielter überprüfen als bisher.