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IAB: Lohngefälle zwischen Alten- und Krankenpflege besteht weiterhin

Die Löhne in der Pflege sind seit 2012 weitestgehend entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung gestiegen. Das ermittelte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer aktuellen Studie.


Der Studie zufolge verdienten Fachkräfte in der Altenpflege im Jahr 2016 mit einem Durchschnittslohn von 2.621 Euro im Schnitt 16 Prozent weniger als der Durchschnitt aller Beschäftigten. Krankenpflegefachkräfte lagen mit durchschnittlich 3.239 Euro über dem Durchschnitt (3.133 Euro).

Insgesamt legten die Löhne aller Vollzeitbeschäftigten zwischen 2012 und 2016 um 8,6 Prozent zu, in der Altenpflege wurden Zuwächse von 9,6 (Helfer) beziehungsweise 9,4 Prozent (Fachkräfte) verzeichnet. Das starke Lohngefälle zwischen Kranken- und Altenpflege besteht damit weiterhin.

Zudem lassen sich regional starke Unterschiede feststellen. In Nordrhein-Westfalen fallen die monatlichen Bruttoentgelte von Fachkräften in der Altenpflege mit durchschnittlich 2.801 Euro sowohl deutschlandweit betrachtet relativ hoch aus. Auch der Abstand zur Entlohnung in der Krankenpflege (3.370 Euro) ist im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern geringer.

Aufgrund der ausgehandelten Pflegesätze seien die Löhne der Pflegekräfte weniger flexibel als in anderen Wirtschaftsbereichen, bemängeln die Forscher des IAB. „Um den wachsenden Fachkräftebedarf decken und gute Pflege sicherstellen zu können, muss sich eine Tätigkeit als Pflegekraft auch finanziell lohnen – sowohl mit Blick auf alternative Beschäftigungsmöglichkeiten als auch hinsichtlich der Lebenshaltungskosten in der jeweiligen Region“, merken sie an. Gerade im Bereich der Altenpflege zeigten die Analysen, dass hier nach wie vor Verbesserungspotenzial bestehe.