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Medicproof: Umstellung durch Pflegereform führt zu mehr Begutachtungen

Die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs hat auch bei Privatversicherten zu einem Anstieg der Begutachtungen geführt. Medicproof, der medizinische Dienst der Privaten Pflege- und Krankenversicherung, hat jetzt die Zahlen für das Jahr 2017 veröffentlicht.


Demnach haben die Gutachter von Medicproof 2017, also im ersten Jahr nach der Pflegereform, insgesamt 5,1 Prozent mehr Anträge bearbeitet als im Vorjahr. Insgesamt waren es rund 189.100 Anträge. Aufgrund der Umstellung dauerte die Bearbeitung der Anträge länger, im Durchschnitt 16,2 Arbeitstage. Damit waren die Bearbeitungszeiten fast doppelt so lange wie im Jahr 2016 (8,6 Tage). Zum Jahresende dauerte die Bearbeitung im Durchschnitt wieder kürzer und nahm nur neun Tage in Anspruch.

Mehr als die Hälfte der Anträge (51 Prozent) wurden 2017 von Versicherten ohne Pflegegrad gestellt. Bei diesen Erstanträgen wurde am häufigsten Pflegegrad 2 anerkannt, dies war der Fall bei 37 Prozent der Erstbegutachtungen. Es folgte Pflegegrad 3 mit 26 Prozent der Erstbegutachtungen. Betrachtet man alle durchgeführten Eingraduierungen durch Medicproof 2017, so wurden am häufigsten Pflegegrad 2 und 3 mit jeweils 29 Prozent festgestellt.

Weitere Informationen und Grafiken zum Begutachtungsgeschehen im Übergangsjahr 2017 hat Medicproof hier auf seiner Internetseite veröffentlicht.