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Mehr Versicherte erhalten Pflegegrad

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) hat im vergangenen Jahr rund 1,8 Millionen Menschen einen Pflegegrad zuerkannt. Die Ablehnungsquote lag lediglich bei 9,8 Prozent.


Damit zeigt sich, dass nach Einführung der Pflegegrade mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (Anfang 2017) deutlich mehr Menschen einen positiven Bescheid von den Begutachtern des MDK erhalten als vor der Pflegereform. 2016 hatte die Ablehnungsquote bei der Begutachtung von Pflegebedürftigkeit noch bei rund 19 Prozent gelegen.

Die Zahlen präsentierte der MDK-Spitzenverband (MDS) vergangene Woche in seinem Jahresbericht.

Fast 16 Prozent der insgesamt rund zwei Millionen Begutachteten wurde 2018 der Pflegegrad 1 zuerkannt, mehr als 30 Prozent erhielten Grad 2, fast 24 Prozent Grad 3. Lediglich 13,6 bzw. 6,6 Prozent der Eingraduierungen entfielen auf die Pflegegrade 4 und 5.

Im Vergleich zur Zeit vor der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs hatten die Begutachter des MDK rund ein Viertel mehr Anträge zu bearbeiten. Die Gutachten konnten laut MDK trotzdem meist innerhalb von zwei Wochen angefertigt werden, wobei das Gesetz eine Frist von fünf Wochen vorsieht.

Zusätzlich zur Begutachtung der Pflegebedürftigkeit hat der MDK deutschlandweit im vergangenen Jahr bei 11.500 ambulanten Pflegediensten und 12.800 stationären Einrichtungen eine Qualitätsprüfung durchgeführt, zeigt der Bericht.