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Pflegebeauftragter will Prämien für Pflegekräfte einführen

Um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken, spricht sich der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, in einem Positionspapier jetzt für Geldprämien aus.


Andreas Westerfellhaus. Foto: Kai Abresch

Pflegekräfte, die in ihren Beruf zurückkehren oder von Teilzeit- auf Vollzeitstellen wechseln, sollen demnach einmalig mit steuerfreien 5.000 Euro belohnt werden. Auszubildende, die nach der Ausbildung in eine Festanstellung wechseln, sollen 3.000 Euro erhalten. Das berichtet die Rheinische Post.

In seinem Positionspapier schlägt der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, der im April sein Amt antrat, zudem vor, dass Pflegeeinrichtungen, die zusätzliche Fachkräfte einstellen, ebenfalls eine Kopfprämie von 3.000 Euro erhalten. Gleichzeitig ist ein Programm zur Reduzierung der Arbeitszeit von 100 auf 80 Prozent bei vollem Lohnausgleich vorgesehen, das es Pflegekräften ermöglichen soll, sich gegen Überlastung zu schützen.

Die Maßnahmen sollen nach Aussage von Westerfellhaus „die Vertrauenskrise in der Pflege beenden“ und deutlich machen, dass wirklich etwas geschehe, um die Personalsituation in Pflegeeinrichtungen zu verbessern.

Das Programm soll rund 570 Millionen Euro allein im ersten Jahr kosten, danach etwa 375 Millionen Euro pro Jahr. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege müssten derweil so stark verbessert werden, dass Prämienzahlungen nicht mehr notwendig seien, so Westerfellhaus.