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Pflegenden sind Präventionsangebote selten bekannt

Viele pflegende Angehörige in Deutschland haben ein großes Interesse an Angeboten zur gesundheitlichen Prävention. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP).


Das ZQP wollte erfahren, welche Erfahrungen Menschen ab 50 Jahren – eine besonders von gesundheitliche Belastungen und chronische Erkrankungen betroffene Gruppe – mit Prävention im Kontext der Pflege gemacht hatten. 72 Prozent der über 50-Jährigen bekundeten demnach großes Interesse an Informationen zur Prävention von Gesundheitsproblemen.

Gleichzeitig fehlt es an Angeboten und Informationen zum Thema. 73 Prozent der Befragten mit Pflegeerfahrung gaben an, keine Beratung zur Gesundheitsprävention von einem Pflegedienst oder Pflegeberater erhalten zu haben. Nur ein geringer Teil konnte sich daran erinnern, von Unterstützungsangeboten wie Pflegekursen und Pflegeschulungen gehört zu haben.

Zudem empfanden diejenigen, die Ratschläge zur Gesundheitsprävention erhalten hatten, es oft als schwierig, diese im Alltag umzusetzen – hauptsächlich aus Zeitmangel.

Dasselbe Bild ergab sich, wenn es um Gesundheitsförderung bei Pflegebedürftigen geht. Weniger als die Hälfte der Befragten mit Pflegeerfahrung war darüber informiert worden, welche Präventionsmaßnahmen für den häuslichen Pflegealltag existieren. Neben Zeitmangel war hier außerdem Unsicherheit einer der Gründe dafür, dass selbst informierte Personen ihr Wissen nicht anwenden konnten oder wollten.