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Roboter in der Pflege: Studie zeichnet gemischtes Stimmungsbild

Den Einsatz von Robotern in der Pflege bewerten die Deutschen höchst unterschiedlich. Jeder dritte Bundesbürger lehnt es grundsätzlich ab, durch einen Roboter betreut oder gepflegt zu werden. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie TechnikRadar 2019, die jetzt veröffentlicht wurde.


Foto: acatech

32 Prozent der Deutschen lehnen es ab, dass Roboter in der Pflege von alten oder kranken Menschen eingesetzt werden. 40 Prozent der Befragten im Rahmen des TechnikRadars 2019 stehen aber dem Einsatz von technischen Helfern positiv gegenüber.

Im europäischen Durchschnitt sagen 51 Prozent der Befragten, dass ihnen die Vorstellung, von Robotern betreut und gepflegt zu werden, unangenehm erscheint. Dabei stehen die Bewohner südeuropäischer Länder häufiger den technischen Hilfen skeptisch gegenüber als die Befragten in Mittel- und Osteuropa. Besonders ausgeprägt ist die Skepsis in Griechenland (76 Prozent), Portugal (71 Prozent) und Spanien (62 Prozent). Die Zustimmung zu technischen Helfern ist besonders hoch in Polen (45 Prozent) oder in den baltischen Staaten.

„Enthumanisierte“ Pflege

In Deutschland befürchten zudem 81 Prozent der Befragten, dass die Pflegebedürftigen durch den Einsatz von Robotern weniger menschliche Zuwendung erhalten werden und dass die Pflege dadurch „enthumanisiert“ wird. Im Gegenzug wünschen sich viele Umfrageteilnehmer, dass die Roboter als Helfer bei anstrengenden Tätigkeiten und nicht als Ersatz für die Pflegenden eingesetzt werden.

Für die repräsentative Befragung zur Studie „TechnikRadar 2019“ wurden bundesweit insgesamt 2.002 Menschen befragt. Die Ergebnisse der Befragung wurden mit Daten aus internationalen Studien wie dem Eurobarometer [http://www.europarl.europa.eu/at-your-service/de/be-heard/eurobarometer] verglichen. Das TechnikRadar 2019 wird von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Körber-Stiftung erstellt und veröffentlicht.