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Statistiker: Ausgaben für Pflegeleistungen um mehr als 26 Prozent gestiegen

Um mehr als ein Viertel sind die Ausgaben für pflegerische Leistungen im Jahr 2017 gestiegen. Mit einem Gesamtvolumen von 375,6 Milliarden Euro überschritten die Gesundheitsausgaben erstmals die Marke von einer Milliarde Euro pro Tag. Diese Zahlen wurden nun vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlicht.


Am stärksten gestiegen sind Destatis zufolge die Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung: um 26,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2016. Die Ausgaben betrugen insgesamt 37,2 Milliarden Euro. Wichtigster Grund für den starken Zuwachs sei das dritte Pflegestärkungsgesetz, das zum 1. Januar 2017 in Kraft trat, so die Statistiker.

Weiterhin größter Ausgabenträger war 2017 die gesetzliche Krankenversicherung, deren Ausgaben in Höhe von 214,2 Milliarden Euro um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. Die öffentlichen Haushalte hatten um 7,4 Prozent geringere Ausgaben als 2016, da geringere Zahlungen für Asylbewerberleistungen und für Hilfe zur Pflege notwendig waren.

Gegenüber 2016 stiegen die Gesundheitsausgaben im Jahr 2017 um 4,7 Prozent. Im Durchschnitt wurden im Jahr 2017 in Deutschland 4.544 Euro pro Einwohner für Gesundheit ausgegeben. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag bei 11,5 Prozent.

Das Statistische Bundesamt erwartet für 2018 einen weiteren Anstieg um circa drei Prozent auf 387,2 Milliarden Euro. Mehr Informationen über die Gesundheitsausgaben und die Finanzierung dieser Kosten können in der GENESIS-Datenbank von Destatis abgerufen werden.