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Umfrage: Technik in der Pflege wird positiv gesehen

Die Mehrheit der Deutschen sieht im Einsatz von digitaler Technik in der Pflege eher eine Chance als ein Problem. Das ergab eine aktuelle Befragung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP).


Rund zwei Drittel der Befragten gaben dem ZQP zufolge an, offen für den Einsatz digitaler Technologien im Pflegekontext zu sein. Lediglich für ein Viertel überwiegen die Risiken. Fast drei Viertel meinen dagegen, dass technische Unterstützung Pflegebedürftigen dabei helfen könnte, ein selbstbestimmteres Leben zu führen. Der Großteil der Befragten (84 Prozent) halten außerdem digitale Anwendungen zur Unterstützung von Pflegenden für sinnvoll.

Das ZQP hatte von Februar bis März deutschlandweit rund 1.000 Personen befragen lassen. Dabei wurden auch mögliche Einsatzfelder digitaler Technologien im Pflegeumfeld angesprochen. So standen 74 Prozent der Umfrageteilnehmer einem videobasierten Kommunikationssystem in der Häuslichkeit von Pflegebedürftigen positiv gegenüber, derselbe Zustimmungswert ergab sich für den Einsatz von Videokommunikation für Schulungen von pflegenden Angehörigen und den Austausch mehrerer Pflegepersonen untereinander.

Auch Roboter fanden drei Viertel der Befragten sinnvoll, beispielsweise um Pflegebedürftige an die Einnahme von Medikamenten zu erinnern. Noch beliebter war die Idee, dass ein Rauchmelder im Notfall automatisch den Herd abschalten könnte – rund 93 Prozent stimmten hier zu.

Die Technik biete Chancen, Pflegende von Routineaufgaben zu entlasten, Prozesse zu vereinfachen, um mehr Zeit für pflegebedürftige Menschen zu haben, und die Patientensicherheit zu erhöhen, so das Fazit des ZQP. Die meisten Menschen würden digitale Hilfsmittel in der Pflege nicht ablehnen. Bedenken bereiteten höchstens die Sicherheit der Technik und der Datenschutz.