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VDK will mehr Unterstützung bei Angehörigenpflege

Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen fordert von der Politik eine bessere Anerkennung von Pflegezeiten pflegebedürftiger Angehöriger. Zusammen mit dem Mangel von bezahlbarem barrierefreien Wohnraum sei eine solche Auszeit das größte Armutsrisiko im Alter.


Der VdK NRW appelliert daher in seiner so genannten Bielefelder Resolution an die Bundesregierung, für Menschen, die einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegen und aus diesem Grund nicht arbeiten, eine bessere rentenrechtliche Anrechnung dieser Pflegezeit zu ermöglichen. Gerade in Nordrhein-Westfalen sei die Armutsquote überdurchschnittlich hoch – bei einem deutlichen Anstieg in den letzten Jahren.

Gleichzeitig seien sowohl die Kosten für den stark städtisch geprägten Wohnraum in NRW als auch für die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung überdurchschnittlich hoch. Angesichts der Tatsache, dass jeder vierte abhängig Beschäftigte im Bundesland nicht in Vollzeit arbeite, sei der Handlungsbedarf groß, damit diejenigen, die zusätzlich wegen Erziehungs- oder Pflegezeiten teilweise aus dem Berufsleben ausscheiden müssten, im Alter nicht auf staatliche Leistungen angewiesen seien.

Den Hebel für eine altersgerechte Sozialpolitik sieht der VdK in einem Steuersystem, das Wirtschaft und Bürger entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit an den Kosten des Staates beteiligt. So plädiert der Verband beispielsweise für die Einführung einer Finanztransaktions- und einer Vermögenssteuer.