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Weiterhin viele Fehltage in der Altenpflege

In der Altenpflege sind weiterhin überdurchschnittlich viele Fehltage von Mitarbeitern zu verzeichnen. Darauf weist der BKK Gesundheitsreport 2019 hin. Er untersucht in diesem Jahr vor allem das Auftreten und die Auswirkungen von psychischen Erkrankungen.


Gerade diese spielen laut dem Report in der Altenpflege eine große Rolle: Mit 142 Fällen pro 1.000 in der Altenpflege beschäftigten BKK-Versicherten sowie 40,6 Fehltagen pro Fall führt die Berufsgruppe die Statistik an. Dahinter liegen Servicekräfte im Personenverkehr sowie Tierpfleger.

Insgesamt zählt die Altenpflege im Report zu den Berufszweigen mit den deutschlandweit meisten Fehltagen im Jahr 2018. Mit durchschnittlich 29,2 Arbeitsunfähigkeits-Tagen liegen sie an vierter Stelle nach Berufen aus der Keramik- und Textilproduktion. Auch bei den Krankenhaustagen findet sich die Altenpflege im oberen Teil der Statistik.

Als möglichen Grund nennt der Report die Tatsache, dass Pflegekräfte genauso wie Servicekräfte oder andere in sozialen Berufen tätige Menschen öfter zwischenmenschlichen Stresssituationen und damit psychosozialem Stress ausgesetzt. Für eine bessere Resilienz und emotionale Kompetenz empfiehlt die BKK entsprechende Trainings und Fortbildungen.

Der BKK-Gesundheitsreport widmet sich jährlich der Gesundheit der BKK-Versicherten. Während psychische Erkrankungen im Bevölkerungsdurchschnitt in den vergangenen Jahren nach Aussage des BKK-Dachverbands nicht zugenommen haben, gehen immer mehr Fehlzeiten bei Beschäftigten darauf zurück.