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Studie: Altenpflege für Schüler nur wenig attraktiv

Die Altenpflege hat unter den ohnehin bei Berufsanfängern nicht sehr beliebten Pflegeberufen den schwersten Stand. Einer aktuellen Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) zufolge wollten sich lediglich 2,6 Prozent der befragten Schüler für eine Ausbildung in diesem Bereich entscheiden.


Insgesamt sechs Prozent der rund 1.500 vom ZQP befragten Schüler hielten es für sehr wahrscheinlich, nach dem Schulabschluss einen Pflegeberuf zu ergreifen. Die Altenpflege liegt dabei hinter einer Ausbildung in der Kranken- oder Kinderkrankenpflege auf dem dritten Rang. Von den 2,6 Prozent in dieser Gruppe interessierte sich laut ZQP allerdings ein großer Teil auch für andere Pflegeberufe.

Besonders für Schüler, die das Abitur anstreben, ist eine Altenpflegeausbildung unattraktiv: Lediglich zwei Prozent zogen sie in Betracht – gegenüber 3,4 Prozent der Schüler ohne Hochschulreife.

Die ZQP-Studie zeigt ein altbekanntes Problem: Obgleich die Ausbildungszahlen in der ambulanten Pflege besonders in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, ist das Ansehen des Altenpflegeberufs noch immer nicht besonders gut. Das kann laut ZQP auch daran liegen, dass viele Eigenschaften, die bei jungen Leuten als ausschlaggebend für die Berufswahl angesehen werden, nicht zum Image der Altenpflege passen. Eine gute Bezahlung, viel Freizeit und Technikaffinität werden selten mit Pflegeberufen verbunden.