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Aktuelles | 09.07.2021

Care-Klima-Index: Schlechte Noten für das Pandemiemanagement

Zu Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen stellen Deutschlands Pflegekräfte der Pflegepolitik ein schlechtes Zeugnis aus. So habe sich die Situation in der Pflege dem aktuellen „CARE-Klima-Index“ zufolge im vergangenen Jahr verschlechtert.

Laut einem Bericht der Ärzte Zeitung setzt vor allem die Coronavirus-Pandemie den Pflegekräften zu. 73 Prozent der professionell Pflegenden gaben an, dass die persönliche Situation im Berufsalltag sich seit Frühjahr 2020 verschlechtert habe.

Dabei stuften besonders Pflegekräfte in stationären Einrichtungen und Krankenhäusern ihre Arbeitsbedingungen als schlecht ein – etwa die Hälfte der befragten Mitarbeiter dort befand so. Beschäftigte in der ambulanten Pflege sahen die Bedingungen für ihren Arbeitsalltag laut „Ärzte Zeitung“ dagegen eher im Mittelfeld (57 Prozent).

Die politischen Reformen sieht ein großer Teil der Pflegefachkräfte kritisch: Mehr als 40 Prozent fanden, dass sich der Berufsalltag dadurch erschwert hat. Die Gesamtheit aller Teilnehmer befindet das allerdings nur zu einem knappen Drittel. Auch glauben die Befragten den Bekundungen aus der Politik zum Trotz zu mehr als zwei Dritteln, dass die Pflege unter Politikern als weniger wichtig erachtet werde.

Für den aktuellen CARE-Klima-Index hatte das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag des Deutschen Pflegetags zwischen November 2020 und Januar 2021 mehr als 1.800 Alten- und Krankenpfleger, Pflegebedürftige und Angehörige sowie andere Angehörige von Gesundheitsberufen befragt.