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Pflege | 07.03.2024

Demenz und Berufstätigkeit: Broschüre zeigt neue Perspektiven auf

Ob als pflegender Angehöriger oder als Betroffener: Die Diagnose Demenz hat große Auswirkungen auf die Berufstätigkeit von Arbeitnehmern. Eine neue Broschüre zeigt Wege auf, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer damit umgehen können.

Pflegende Arbeitnehmer, die die Pflege von Menschen mit Demenz übernehmen, benötigen flexible Rahmenbedingungen, um Berufstätigkeit und Betreuung miteinander verbinden zu können. Die demografische Entwicklung in Deutschland und längere Erwerbstätigkeit führen zudem dazu, dass auch Berufstätige etwas häufiger mit der Diagnose Demenz konfrontiert werden. Damit stehen Unternehmen und Behörden vor großen Herausforderungen.

Verschiedene Perspektiven

Die neue Broschüre „Demenz und Berufstätigkeit“ greift daher die verschiedenen Perspektiven der Arbeitgeber, der Betroffenen und der pflegenden Angehörigen auf. Dabei geht es einerseits um die Frage, wie Unternehmen und Behörden Mitarbeiter mit Demenz möglichst lange im Betrieb halten können. Auch die Sichtweise der pflegenden Angehörigen wird dargestellt: Was können Arbeitgeber tun, um pflegende Arbeitnehmer zu unterstützen und zu halten?

Unternehmen, die Menschen mit Demenz als Kunden haben, erhalten auch Informationen und Tipps für den Umgang mit dieser ungewöhnlichen Situation. Sie erfahren, wie sie ihre Mitarbeiter in Dienstleistungs- und Gesundheitsberufen darauf vorbereiten können, diese Situationen wertschätzend zu meistern.

Gute Praxisbeispiele

Im zweiten Teil der Broschüre finden Betroffene zahlreiche Beispiele aus der Praxis, in denen Kommunen eine demenzfreundliche Umgebung oder Unternehmen pflegefreundliche Arbeitsbedingungen geschaffen haben. Dabei werden sowohl Projekte von Konzernen als auch von kleinen Betrieben oder auch von kleineren Kommunen dargestellt.

Herausgeber der neuen Broschüre ist das Bundesfamilienministerium. Sie ist im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie der Bundesregierung entstanden und kann kostenfrei als gedruckte Ausgabe auf der Internetseite des Ministeriums bestellt werden.