Noch Fragen? 0221 / 88 88 55-0

Aktuelles | 07.02.2024

Förderung der Digitalisierung: Finanzmittel werden zu selten abgerufen

Pflegeeinrichtungen können nach der Förderrichtlinie Digitalisierung bis zu 12.000 Euro Zuschuss für digitale Ausrüstung und Schulungen beantragen. Bisher wurden vergleichsweise wenige Anträge von Pflegeeinrichtungen gestellt. Die Geltungsdauer der entsprechenden Förderrichtlinie wurde bis Ende 2030 verlängert.

Pflegedienste sowie teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen können auf Antrag einen Zuschuss für die Digitalisierung ihrer Betriebe erhalten. Förderfähig sind viele Projekte zur digitalen Ausstattung, zum Beispiel zur Digitalisierung der Pflegedokumentation, der Dienst- und Tourenplanung oder Schulungen zu digitalen Kompetenzen, die im Zusammenhang mit der Anschaffung von digitaler Ausrüstung und neuer Technik stehen.

Pro Pflegeeinrichtung werden bis zu 40 Prozent der Kosten für die digitale oder technische Ausrüstung und damit verbundene Schulungen übernommen. Die Obergrenze für den einmaligen Zuschuss liegt bei 12.000 Euro. Dieser Zuschuss kann auch auf mehrere Maßnahmen verteilt werden.

Hohe Bewilligungsquote von 95 Prozent der bisherigen Anträge

Nach einer aktuellen Auswertung der Pflegekasse DAK-Gesundheit wurde seit dem Start der Förderung bis heute mit 65,7 Millionen Euro nur rund ein Drittel der Gesamtfördersumme aus dem Fördertopf abgerufen. Dabei wurden rund 95 Prozent aller Anträge bei der DAK-Gesundheit nach Angaben der Kasse positiv bewilligt.  Die Pflegekasse ist für die Bearbeitung der Anträge von 48 Prozent aller antragsberechtigten Pflegeeinrichtungen zuständig. 

Ausweitung des Förderprogramms

Um das Interesse der Pflegeeinrichtungen zu erhöhen, wurde der Anwendungsbereich des Förderprogramms mit dem Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG) erweitert. Dadurch ist zum Beispiel auch die Implementierung von Software, die die IT- und Cyber-Sicherheit der Pflegeeinrichtungen betrifft, zuschussfähig. Weitere Bereiche, die gefördert werden, sind der Erwerb von Hardware wie Laptops, von Software wie Betriebssystem oder Pflegedokumentationssoftware oder auch die Umstellung von analoger auf digitale Abrechnung. Außerdem wurde die Fördermöglichkeit bis Ende 2030 verlängert.

LfK-Arbeitshilfen für die Beantragung

LfK-Mitglieder, die sich für die Förderung interessieren, finden die Förderrichtlinie samt Antragsformular und weiteren Unterlagen sowie eine Ausfüllhilfe des LfK im passwortgeschützten Downloadbereich in der Kategorie „Verordnungen/Richtlinien“. In der Februar- , Juni- und November-Ausgabe des LfK-Mitgliedermagazins AmPuls hat der LfK zudem über die Förderung berichtet. Weitere Informationen zum Förderprogramm gibt es auf der Internetseite der Pflegekasse DAK-Gesundheit, die zusammen mit der AOK für die Bearbeitung der Anträge zuständig ist.