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Aktuelles | 29.05.2024

Freiwilligendienst in Teilzeit bald einfacher möglich

Freiwillige unter 27 Jahren können in Zukunft einfacher ihren Dienst auch in Teilzeit leisten. Eine entsprechende Gesetzesänderung hat der Bundesrat gebilligt.

Die Dienstzeit der jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr, im Freiwilligen Ökologischen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst kann pro Tag oder pro Woche reduziert werden. Weiterhin gilt jedoch, dass der Teilzeit-Freiwilligendienst mehr als 20 Stunden pro Woche umfassen muss. Nur so wird der Dienst sozialversicherungsrechtlich als Hauptbeschäftigung betrachtet.

Junge Freiwillige konnten bisher – anders als Ältere – nur dann einen Dienst in Teilzeit absolvieren, wenn sie ein „berechtigtes Interesse“ nachweisen konnten. Zu den möglichen Gründen gehörten zum Beispiel die Pflege von Angehörigen oder die Erziehung eines Kindes.

Die jetzt beschlossene Gesetzesänderung ermöglicht den Teilzeit-Freiwilligendienst für Menschen unter 27 Jahren, ohne dass ein besonderer Grund offengelegt oder nachgewiesen werden muss. Einen Rechtsanspruch auf die Teilzeitregelung erhalten die Freiwilligen damit nicht. Die Einsatzstelle muss zudem mit der Reduzierung der Dienstzeit einverstanden sein.

Höhere Obergrenze für das Taschengeld

Mit dem neuen Gesetz wird auch die Obergrenze für das Taschengeld der Freiwilligen von 453 auf 604 Euro angehoben. Dies bedeutet, dass die Einsatzstellen ihren Freiwilligen ein höheres Taschengeld bezahlen können, es aber nicht müssen. Außerdem dürfen die Einsatzstellen künftig ihren Freiwilligen Mobilitätszuschläge zahlen. Die Obergrenze für das Taschengeld ist dynamisch geregelt und kann dadurch jährlich angepasst werden.

Die Gesetzesänderung soll noch in diesem Jahr in Kraft treffen. Die neuen Regelungen gelten dann voraussichtlich für neu beginnende Freiwilligendienste nach der Sommerpause.