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Aktuelles | 05.01.2023

Verfahren zur Berufsanerkennung in NRW: Pflege dominiert

Die Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen in NRW kommen am häufigsten aus dem Pflegebereich. Die Zahl der eingereichten Anträge von ausländischen Pflege- und Gesundheitskräften erhöhte sich 2021 um 12,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dies geht aus dem aktuellen Bericht zum Anerkennungsgesetz NRW von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann hervor. Im Berichtsjahr 2021 bearbeiteten die Prüfbehörden im Bundesland demnach insgesamt 10.518 Anträge auf Feststellung der Berufsqualifikation.

Dem Bericht zufolge sind 8.865 der Verfahren bereits abgeschlossen. 54 Prozent der Antragsteller erhielten eine positive Antwort – entweder wurde die volle Gleichwertigkeit der Berufsqualifikation festgestellt oder die Behörden hätten eine Ausgleichsmaßnahme angeordnet. Den Anstieg um 8,5 Prozent bei der vollen Gleichwertigkeit führt der Bericht auf die Tatsache zurück, dass vor allem die Ausbildungen in den Pflegeberufen in einigen Staaten den deutschen Ausbildungen stark angepasst wurden.

Pflegeberufe auf Platz 1

Bei den Berufsgruppen dominieren eindeutig die Tätigkeiten mit Bezug zur Gesundheits- und Pflegebranche. Auf Platz 1 befanden sich 2021 die Pflegeberufe mit 3.858 Anträgen auf Anerkennung ausländischer Abschlüsse. Am zweithäufigsten bearbeiteten die Prüfbehörden mit 1.644 Anträgen Anerkennungsverfahren für den Arztberuf. Auch bei den Hebammen und den Apothekern stieg die Zahl der Anträge deutlich.   

Die Bearbeitungsdauer der Anträge sei dem Bericht zufolge im Vergleich zum Vorjahr in den meisten Berufsgruppen gesunken. Im Bereich der Pflege- und Gesundheitsfachberufe sei demnach die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von 45 Tagen im Jahr 2020 auf knapp 40 Tage im Jahr 2021 reduziert worden.