Presse | 06.03.2013
Abrechnungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt - LfK: „Wir dulden keine schwarzen Schafe in der häuslichen Pflege“
Angesichts aktueller Berichte über Abrechnungsbetrug bei einem Kölner Pflegedienst warnt der Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW e. V. (LfK) vor Verallgemeinerungen.
„Abrechnungsbetrug ist ein Verbrechen – Betrügern muss ganz klar das Hand-werk gelegt werden“, so LfK-Geschäftsführer Christoph Treiß. Trotzdem warnt er davor, pauschalisierend eine ganze Branche in den Schmutz zu ziehen. Solche Praktiken gehörten keinesfalls zur Norm in Nordrhein-Westfalen. „Die häusliche Pflege lebt von dem Vertrauen der Gesellschaft. Gleichzeitig unterliegt sie strengsten Auflagen in Sachen Qualität und Dokumentation. Der allergrößte Teil der rund 2.400 ambulanten Pflege-dienste im Land leistet Tag für Tag vorzügliche Arbeit. Das bestätigen auch die jährlich im Auftrag der Kranken- und Pflegekassen unangemeldet durchgeführten Qualitätsprüfungen. ,Schwarze Schafe‘ finden sich in der Pflege daher weit weniger als in anderen Bereichen der Wirtschaft.“
Die Kölner Polizei hatte am Mittwochmorgen gemeinsam mit Beamten des Hauptzollamtes Köln die Geschäftsräume eines ambulanten Pflegedienstes durchsucht. Die Betreiber werden des Abrechnungsbetrugs und der illegalen Beschäftigung von Mitarbeitern verdächtigt. Die Schäden zulasten der Sozialkassen sollen im sechsstelligen Bereich liegen.