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Aktuelles | 22.06.2022

LfK-Mitgliederversammlung 2022: LfK-Vorstand im Amt bestätigt

Köln / Mülheim an der Ruhr – Der Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW e. V. (LfK) sieht in den laufenden Verhandlungen über eine tarifliche oder tarifähnliche Bezahlung die größte Herausforderung für die ambulante Pflege in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr. Das erklärte LfK-Geschäftsführer Christoph Treiß auf der Jahreshauptversammlung des Verbands am Dienstag in Mülheim an der Ruhr. Die Anwesenden bestätigten bei den Wahlen zur Verbandsspitze zudem den amtierenden LfK-Vorstand im Amt.

Vorstandsvorsitzende Andrea Lippmann (Mitte), stellvertretende Vorstandsvorsitzende Nora Jürgens (rechts), Schriftführer Bernd Leiendecker (links)

Vorstandsvorsitzende Andrea Lippmann (Mitte), stellvertretende Vorstandsvorsitzende Nora Jürgens (rechts), Schriftführer Bernd Leiendecker (links)

Die Vorstandsvorsitzende Andrea Lippmann, ihre Stellvertreterin Nora Jürgens sowie Schriftführer Bernd Leiendecker werden weitere zwei Jahre die Geschicke des mitgliederstärksten Verbands für die freie häusliche Pflege und Tagespflege in Nordrhein-Westfalen verantworten. Neben dem Thema „Tarif“, das eng mit der Existenzsicherung der Pflegedienste und Tagespflegeeinrichtungen im Land verknüpft ist, stünden derzeit weitere wichtige Aufgaben an, so der wiedergewählte Vorstand. Besonders in den Bereichen Ausbildung, Entbürokratisierung und Digitalisierung sei in den kommenden Jahren noch viel zu tun.

„Seit der Einführung der generalistischen Ausbildung bekommen wir unsere Auszubildenden kaum noch zu Gesicht“, kritisierte Andrea Lippmann. „Die Altenpflege droht gegenüber der Krankenpflege ins Hintertreffen zu geraten. Wir fordern daher, die Ausbildungsverordnung anzupassen, damit wir eine fundierte Ausbildung sichern und dem Fachkräftemangel in unserem Bereich durch Qualifizierung begegnen können.“

„Wettbewerb unter fairen Bedingungen ist gut für die Gesellschaft und für das Produkt ,Pflege‘“, bekräftigte Nora Jürgens, die seit 2020 das Amt der stellvertretenden Verbandsvorsitzenden innehat. „Das gilt ganz besonders für den Wettbewerb um Fachkräfte, der seit Jahren im Pflegebereich herrscht. Zusammen werden wir es schaffen, die Regelungen so zu gestalten, dass die ambulante Pflege keinen Wettbewerbsnachteil erfährt.“

Auch die Digitalisierung und Entbürokratisierung in der Pflege spielt für den LfK-Vorstand weiterhin eine wichtige Rolle. „Der Arbeitsaufwand für Dokumentation hat sich in den mehr als 30 Jahren, die ich meinen Pflegedienst führe, verfünffacht – das ist nicht hinnehmbar“, so Schriftführer Bernd Leiendecker. LfK-Geschäftsführer Christoph Treiß kündigte an, dieses Thema im kommenden Jahr verstärkt in den Mittelpunkt zu rücken und die Verbandsmitglieder beispielsweise bei der anstehenden Anbindung an die technische Infrastruktur (TI) eng zu begleiten und zu unterstützen.

Ute Sommers zum Ehrenmitglied gekürt

Die anwesenden Mitglieder des LfK stimmten auf der Jahreshauptversammlung zudem für die Ernennung von Ute Sommers zum Ehrenmitglied des Verbands. Die Bocholterin, die ihren eigenen Pflegedienst in diesem Jahr abgegeben hat, war bereits in den 90er Jahren Gründungsmitglied des LfK und mehrere Jahre Mitglied des Vorstands, kümmerte sich in den Anfangsjahren um die Finanzen des Verbands und engagierte sich kontinuierlich in verschiedenen Gremien und Projekten. Sie kündigte an, sich auch künftig für die häusliche Pflege im Land einzusetzen: als Kandidatin für die „Ambulante Liste“ bei der Wahl zur NRW-Pflegekammer im Herbst.