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Aktuelles | 12.05.2026

Studie: Pflegende Angehörige stark belastet

Pünktlich zum Tag der Pflege am 12. Mai hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) seinen neuen „WIdO-Monitor“ zur Lage pflegender Angehöriger in Deutschland veröffentlicht. Die Studie zeigt eine hohe Belastung der Pflegenden.

Abbildung: WIdO-Monitor

Abbildung: WIdO-Monitor

Mehr als 40 Prozent gelten demnach als körperlich und psychisch hochbelastet. Bei erwerbstätigen pflegenden Angehörigen, die mit 59 Prozent den Großteil der betroffenen Personen ausmachen, liegt der Anteil sogar bei knapp 47 Prozent. Viele Angehörige pflegen über Jahre hinweg und häufig zusätzlich zu einer Voll- oder Teilzeitbeschäftigung. Knapp die Hälfte gab an, ihre Erwerbsarbeit aufgrund der Pflege Angehöriger reduziert zu haben.

Trotz der hohen Gesamtbelastung pflegender Angehöriger würden die bestehenden Angebote der Pflegeversicherung zur Entlastung der häuslichen Pflegesituation nur wenig genutzt, berichtet das WIdO

Gründe sind häufig fehlender Bedarf aus Sicht der Angehörigen oder die Ablehnung fremder Unterstützung durch Pflegebedürftige. Das WIdO sieht daher vor allem bei Information, Beratung und passgenauen Angeboten Handlungsbedarf.

Pflegedienste können ihren Beitrag dazu leisten, indem sie Angehörige stärker über Entlastungsmöglichkeiten informieren und sie frühzeitig in professionelle Unterstützungsstrukturen einbinden.