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Aktuelles | 05.09.2025

Ausbildungsgehälter und ausländische Berufsabschlüsse: Pflege weiter an der Spitze

Auszubildende in Pflege- und Gesundheitsberufen verdienen nach den jüngsten Erhebungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) mehr als der Durchschnitt. Ihr monatliches Ausbildungsgehalt lag im April 2024 im Schnitt bei 1.310 Euro brutto. Auch bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse liegen Pflegeberufe vorne.

Quelle: Verdiensterhebung / Statistisches Bundesamt, 2025

Die Ausbildungen in Pflegeberufen und andere Gesundheitsberufen lagen laut Destatis deutlich über den 1.238 Euro, die Auszubildende deutschlandweit im Gesamtdurchschnitt über alle Berufsgruppen hinweg pro Monat erhielten.

Im Handwerk verdienten Auszubildende im Durchschnitt 1.008 Euro brutto im Monat. Insgesamt konnten Frauen im Schnitt über alle Berufsgruppen ein monatliches Bruttogehalt in Höhe von 1.302 Euro vorweisen, bei Männern waren es 1.187 Euro.

Weitere Unterscheidungen nach einzelnen Berufen stellte die Erhebung des Statistischen Bundesamts nicht dar. Da Auszubildende lediglich 3,8 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland ausmachten, seien tiefergehende Auswertungen auf der bestehenden Datenbasis nicht möglich, heißt es.

Angaben konnte Destatis jedoch zum Verdienst von Auszubildenden in Relation zur Unternehmensgröße machen: Demnach zahlten Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten ihren Auszubildenden 2024 ein durchschnittliches Bruttomonatsgehalt von 929 Euro, während es in Unternehmen mit 50 bis 99 Beschäftigten 1.083 Euro brutto im Monat gab. In großen Unternehmen mit 1.000 oder mehr Beschäftigten erhielten die Azubis im Schnitt ein monatliches Bruttogehalt in Höhe von 1.494 Euro.

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse: 41 Prozent aus der Pflege

Mit Abstand den größten Wert nahmen Pflegeberufe auch bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Jahr 2024 ein: Mit bundesweit 32.500 Anerkennungen – das entspricht 41 Prozent aller anerkannten Qualifikationen – lagen Menschen mit der Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau / Pflegefachmann“ (einschließlich der Vorgängerberufe vor der Einführung der generalistischen Ausbildung) einsam an der Spitze der Berufe. Damit stieg der Anteil der positiv beschiedenen Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse noch einmal um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Mit 14 Prozent oder 11.000 Anerkennungen lag der Arztberuf auf dem zweiten Platz. Insgesamt erreichte die Zahl der Anträge auf Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses mit 95.500 im vergangenen Jahr einen neuen Höchstwert, berichtete das Statistische Bundesamt. 97 Prozent der 2024 abgeschlossenen Anerkennungsverfahren wurden positiv beschieden.