Aktuelles | 29.01.2026
Destatis: Personalzuwachs in der Pflege
Erstmals seit dem Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie im Jahr 2021 kann das Gesundheitswesen wieder ein Personalwachstum von mehr als einem Prozent aufweisen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, konnte der Pflegebereich 2024 dabei einen überdurchschnittlichen Anstieg verzeichnen.

Fast 6,2 Millionen Menschen arbeiteten in Deutschland zum Stichtag 31. Dezember 2024 im Gesundheitswesen – 102.000 oder 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei fiel das Wachstum im stationären Sektor (+ 3,0 Prozent) stärker aus als im ambulanten (+ 1,3 Prozent).
Dort jedoch belegte die ambulante Pflege mit einem Beschäftigungszuwachs von 11.000 Personen oder 2,6 Prozent den Spitzenplatz. Deutlich geringer fielen die Personalzuwächse in Arztpraxen, Apotheken oder sonstigen medizinischen Einrichtungen wie Physiotherapiepraxen aus. (Teil-)stationäre Pflegeeinrichtungen hatten ein Wachstum von 2,8 Prozent zu verzeichnen (+ 21.000 Beschäftigte).
Mehr Pflegehilfskräfte
Insgesamt stieg die Zahl der Pflegekräfte in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen gegenüber dem Jahr 2023 deutlich an: 49.000 Menschen wurden hier zusätzlich gezählt (+ 3,4 Prozent). Dabei stieg die Zahl der Pflegehilfskräfte (+ 5,2 Prozent) prozentual doppelt so stark wie die der examinierten Pflegekräfte (+ 2,6 Prozent). Insgesamt zählte Destatis rund eine Million examinierte Pflegekräfte (+ 25.000) sowie rund 485.000 Hilfskräfte (+ 24.000).