Noch Fragen? 0221 / 88 88 55-0

Aktuelles | 06.03.2026

NRW: Zahl der Pflege-Insolvenzen bleibt 2025 niedrig

Die Zahl der gemeldeten Insolvenzen in der nordrhein-westfälischen Pflegebranche ist im Jahr 2025 vergleichsweise niedrig geblieben. Nach Angaben der Landesregierung lag die Gesamtzahl der Insolvenzen von Pflegeeinrichtungen im vergangenen Jahr bei 23.

Foto: Wolfilser – stock.adobe.com

Foto: Wolfilser – stock.adobe.com

So viele stationäre, teilstationäre und ambulante Einrichtungen meldeten laut einer Auskunft der Landesregierung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit nach § 9 Absatz 4 Wohn- und Teilhabegesetz (WTG).

Von diesen Meldungen entfielen zehn auf ambulante Pflegedienste und drei auf teilstationäre Einrichtungen. Weitere zehn Fälle betrafen vollstationäre Einrichtungen.

Trotz der gemeldeten finanziellen Schwierigkeiten kam es nur in wenigen Fällen zu tatsächlichen Schließungen. Laut Landesregierung wurden im Zusammenhang mit Insolvenzen zwei stationäre Einrichtungen geschlossen, wodurch insgesamt 115 Pflegeplätze wegfielen.

Deutlich häufiger kam es dagegen zu Schließungen ohne vorheriges Insolvenzverfahren. Im Jahr 2025 stellten landesweit 34 ambulante Pflegedienste sowie 15 teilstationäre Einrichtungen ihren Betrieb ein. Hinzu kamen 14 vollstationäre Einrichtungen.

Die Landesregierung weist darauf hin, dass Insolvenzen oder Schließungen nicht automatisch zu einer Verschlechterung der Versorgung führen. In vielen Fällen würden Einrichtungen oder Dienste von anderen Betreibern übernommen und weitergeführt. Zudem müssten Schließungen stets im Zusammenhang mit Neugründungen oder neuen Angeboten betrachtet werden.