Aktuelles | 31.07.2025
Studie: Freiwilligendienst als Sprungbrett in die Pflegeberufe
Ein Freiwilligendienst kann für Jugendliche ein Einstieg in den Pflegeberuf darstellen. Eine aktuelle Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung untersucht, welche Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass sich Freiwillige nach ihrem Einsatz für eine Ausbildung oder Tätigkeit im Pflegebereich entscheiden.

Abbildung: Berlin-Institut
Zu den wichtigsten Faktoren gehören laut Studie gute Begleitstrukturen in der Einrichtung und positive Erlebnisse während des Dienstes. Nach Angaben der Studienautoren bedeutet eine gute Begleitung aus Sicht der Freiwilligen, dass sie verlässliche Ansprechpartner haben, die ausreichend Zeit für diese Aufgabe haben und regelmäßige Reflexionsgespräche anbieten. Besonders hilfreich ist es, wenn sie ihre beruflichen Zukunftspläne in einem geschützten Rahmen ansprechen können – idealerweise mit Personen, die nicht direkt in den Arbeitsalltag eingebunden sind.
Die Freiwilligen entscheiden sich zudem eher für einen Beruf im Pflegebereich, wenn sie während ihres Dienstes als Teil des Teams wahrgenommen werden. Ein gutes Betriebsklima und eine offene Fehlerkultur sind dabei nützlich. Eine konkrete Hilfe beim Übergang – etwa bei Bewerbungen oder der Wohnungssuche – wurde als besonders hilfreich empfunden.
In der Studie „Sprungbrett Freiwilligendienst – Wie junge Menschen ihren Weg in soziale und Pflegeberufe finden“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung wurden auch die Verantwortlichen in den Einsatzstellen in der Alten- und Behindertenpflege befragt. Die Teilnehmer berichteten, dass ehemalige Freiwillige sehr motiviert und reif im Umgang mit den Kunden seien, wenn sie sich für eine Laufbahn in sozialen Berufen entscheiden. Auch würden frühere Freiwillige ihre Ausbildung seltener abbrechen und später länger in den Einrichtungen verbleiben.
Die Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung basiert auf qualitativen Interviews mit Freiwilligen, Pflegefachkräften und Führungskräften in den Einsatzstellen in der Altenpflege und der Behindertenhilfe.